Newsletter der BA: Statistik und Arbeitsmarktberichterstattung Nr. 8/2010 vom 7.7.2010

 

 

INHALT:

 

1. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Juni 2010

 

2. Neue Statistik über Kurzarbeit von Betrieben und Kurzarbeiter Umstellung der Datenbasis und der statistischen Methode

 

3. Der aktuelle BA-X: 158 Punkte

 

4. Einheitliche Berichterstattung zum Ausbildungsstellenmarkt

 

5. Jahresbericht Arbeitsmarkt in Deutschland - „Arbeitsmarkt 2009“ (Sondernummer 2 der ANBA)

 

6. Interaktive Karten

 

7. Statistik erklärt

 

8. Veröffentlichungstermine

 

 

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1. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Juni 2010

 

Die Arbeitslosigkeit ist von Mai auf Juni um 88.000 auf 3.153.000 zurückgegangen, die Arbeitslosenquote sank von 7,7 auf 7,5 Prozent. Das Saisonbereinigungsverfahren berechnete ein Minus von 21.000.

 

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach vorläufigen, hochgerechneten Daten, die bis April reichen, saisonbereinigt um 62.000 zugenommen.

 

Ausführliche Informationen finden Sie im Monatsbericht Juni 2010:

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201006.pdf

 

 

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2. Neue Statistik über Kurzarbeit von Betrieben und Kurzarbeiter Umstellung der Datenbasis und der statistischen Methode

 

Die Statistik über Kurzarbeit von Betrieben und Kurzarbeiter wurde bis März 2010 aus den Angaben in den Betriebsmeldungen erstellt. Um die kurzarbeitenden Betriebe zu entlasten, wird das bisherige Verfahren jetzt eingestellt. Die Statistik wird künftig auf Basis der ohnehin erforderlichen Angaben in den Abrechnungslisten, die den Anträgen auf Kurzarbeitergeld beizufügen sind, erstellt. Die Ergebnisse aus der neuen Statistik über Kurzarbeit unterscheiden sich in Details von den bisher veröffentlichten Werten; die neuen Ergebnisse sind aber durchweg als valider anzusehen.

 

Ausführliche Informationen zur Umstellung und zu den genutzten Hochrechnungsverfahren finden Sie in dem Methodenbericht 2010/06

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000200/html/methodenberichte/methodenbericht_kug.pdf

 

Das Informationsangebot wird sich künftig auf 3 statistische Berichte verteilen, die im Internet unter http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/index.shtml angeboten werden:

 

Kurzarbeit - Anzeigen Das Heft informiert über die eingegangenen Anzeigen zur Kurzarbeit. Dabei wird wie bisher nach den Anspruchsgrundlagen (§ 170 SGB III, § 175 SGB III und § 216b SGB III), nach Regionen (Bund, Länder, Bezirke der Arbeitsagenturen) sowie Wirtschaftszweigen differenziert im Zeitverlauf berichtet. Bis zum Berichtsmonat März 2010 beinhaltet diese Veröffentlichung auch die Informationen über die jeweils realisierte Kurzarbeit.

 

Kurzarbeit – endgültige Daten Nach Ablauf der 5-monatigen Wartezeit wird auf Basis der dann endgültigen Daten über Umfang und Struktur der tatsächlich realisierten Kurzarbeit berichtet. Die Berichtshefte werden unter Angabe des Berichtsmonates eingestellt in dem die Kurzarbeit stattgefunden hat. Die Daten über Kurzarbeit im April werden Oktober veröffentlicht werden.

 

Kurzarbeit – aktuelle Daten zur realisierten Kurzarbeit Neben der differenzierten Information nach Ablauf der Wartezeit werden wesentliche statistische Eckdaten über die tatsächlich realisierte Kurzarbeit am aktuellen Rand zur Verfügung gestellt. Dafür werden vorläufige Daten zur Kurzarbeit, für die noch kein vollzähliges Datenmaterial zur Verfügung steht, am aktuellen Rand hochgerechnet. Mit je unterschiedlicher Wartezeit erfolgen Hochrechnungen für Deutschland, die Länder, die Bezirke der Arbeitsagenturen, die Kreise sowie für eine grobe wirtschaftsfachliche Differenzierung für Deutschland insgesamt. Dieses Berichtsheft wird in der jeweils aktuellen Fassung im Internet angeboten.

 

Diese Veröffentlichung finden Sie im Internet unter:

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/detail/s.html?call=l

 

 

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3. Der aktuelle BA-X

 

Stand Juni 2010: 158 Punkte

 

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juni um +3 auf 158 Punkte. Damit hat sich die Arbeitskräftenachfrage vom krisenbedingten Einbruch nahezu erholt. Nach deutlichen Rückgängen im Jahr 2008 und in der ersten Jahreshälfte 2009 zieht diese nun seit Herbst 2009 wieder an, die letzten Monate deutlich.

 

Die vollständige Zeitreihe sowie das Konzept können Sie hier nachlesen:

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/sonder/bax/ba-x-juni2010.pdf

 

Ausführliche statistische Auswertungen über die bei den Agenturen gemeldeten Stellen stehen im Internet unter:

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/detail/a.html

 

 

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4. Einheitliche Berichterstattung zum Ausbildungsstellenmarkt

 

Ab dem Berichtsmonat Juni 2010 werden neben Ergebnissen über den Ausbildungsstellenmarkt für Deutschland gleichlautende Berichte für West- und Ostdeutschland sowie die Länder im Internet unter

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/detail/c.html?call=l

 

bei dem Thema „Ausbildungsstellenmarkt - Monatsheft“ zur Verfügung gestellt. In diesen Produkten wird zum Ausbildungsstellenmarkt für alle Bewerber (einschließlich der zugelassenen kommunalen Träger-zkT) berichtet.

 

Derzeit entwickelt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein Konzept zur Aufbereitung der Daten der zugelassenen kommunalen Träger über Berufsausbildungsstellen, so dass jetzt zumindest in Grundzügen über unbesetzte Berufsausbildungsstellen bei zkT berichtet werden kann. Erste Ergebnisse über offene unbesetzte Ausbildungsstellen liegen ebenfalls ab Berichtsmonat Juni 2010 vor und können der gesonderten Excel-Tabelle“ zkt.xls“, die beim Download der vorliegenden Publikation mit heruntergeladen wird, entnommen werden.

 

 

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5. Jahresbericht Arbeitsmarkt in Deutschland - „Arbeitsmarkt 2009“ (Sondernummer 2 der ANBA)

 

Die statistischen Daten des deutschen Arbeitsmarktes, erhoben und analysiert durch die Bundesagentur für Arbeit, bilden die Grundlage für viele wichtige Diskussionen in der Arbeits- und Sozialpolitik.

 

Aktuell ist dazu der Jahresbericht „Arbeitsmarkt 2009“ als Sondernummer der ANBA-Reihe erschienen. In dieser Publikation werden anhand von Abbildungen und Tabellen, die auf endgültigen und gesicherten Daten basieren, eingehende Betrachtungen des Arbeitsmarktgeschehens des Jahres 2009 vorgenommen.

 

Besonders die Neugliederung des Aufbaus durch die Kombination von

 

- textlicher Analyse im Kapitel I. „Der Arbeitsmarkt im Jahr 2009“ (illustriert durch zahlreiche Abbildungen),

 

- den Hilfestellungen und weiterführenden Erklärungen in den Kapiteln II. „Interpretationshinweise und methodische Erläuterungen“ sowie III. „Rechtliche/Institutionelle Regelungen des Arbeitsmarktes“ und

 

- dem „Tabellenanhang“ in Kapitel IV.

 

ermöglicht auch dem Laien, ein Verständnis für die komplexen Prozesse des Arbeitsmarktes zu entwickeln. Als kompaktes, jährlich erscheinendes Nachschlagewerk offeriert es dem Leser einen umfassenden und facettenreichen Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt im Jahr 2009.

 

Den Jahresbericht „Arbeitsmarkt 2009“ finden Sie als pdf-Dokument unter:

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/jahresamb.shtml

 

 

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6. Interaktive Karten

 

Das Internetangebot der Statistik der BA bietet eine Reihe von visualisierten Aufbereitungen insbesondere in Form – teilweise auch interaktiver – Karten. Zu diesen gelangen Sie über folgenden Direktlink: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/analytik/grafikanalysen/amreg.shtml Dort finden Sie Karten auf Länder-, Kreis- und auf Agenturebene. Nach Aufrufen der Karte können Sie durch Bewegung des Mauszeigers über die Karte die Namen der Regionen und Eckwerte der Regionen anzeigen lassen und über Anklicken der Sie besonders interessierenden Regionen weitere Informationen aufrufen.

 

Weitere interaktive Angebote mit differenzierten aktuellen Statistiken je Region finden Sie bei den sogenannten „Schnellübersichten“:

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/statistik-regionen/index.shtml

 

Wählen Sie im zentralen Navigationsbereich die gewünschte Gliederung der Karten aus (z.B. Länder oder Agenturbezirke) aus. Auch hier können Sie zusätzliche Informationen über Anklicken der einzelnen Regionen aufrufen.

 

Das Angebot wird in den kommenden Monaten ergänzt und verbessert werden. Über Neuigkeiten werden wir Sie im Rahmen der Newsletter informieren.

 

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7. Statistik erklärt

 

Begriffe wie geringfügige Beschäftigung, geringfügig entlohnte Beschäftigung, kurzfristige Beschäftigung oder auch „Mini-Job“ und „Midi-Job“ werden oft gelesen oder verwendet; hier, zum besseren Verständnis, eine kurze Erklärung der wesentlichen Merkmale bzw. Unterschiede.

 

Zu den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zählen zum einen Arbeitsverhältnisse mit einem niedrigen Lohn (geringfügig entlohnte Beschäftigung) oder kurzer Dauer (kurzfristige Beschäftigung). Beide werden auch als „Mini-Job“ bezeichnet.

 

Geringfügig entlohnt bedeutet, dass das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt die Einkommensgrenze von 400 Euro nicht überschreitet (gültig seit 1.4.2003). Regelmäßig bedeutet, dass, wenn die Grenze von 400 Euro nur gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten wird, trotzdem eine geringfügig entlohnte Beschäftigung vorliegt. Geringfügig entlohnte Beschäftigte sind versicherungsfrei; der Arbeitgeber zahlt eine pauschale Abgabe von derzeit rund 30 Prozent des Brutto-Arbeitsentgelts (in privaten Haushalten rund 14 Prozent).

 

Von einer kurzfristigen Beschäftigung spricht man, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres nach ihrer Eigenart auf nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist. Wenn die Beschäftigung durchgängig an mindestens 5 Tagen pro Woche ausgeübt wird, muss das Beschäftigungsverhältnis auf maximal zwei Monate beschränkt sein. Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als 5 Tagen pro Woche liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor, wenn 50 Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschritten werden. Kurzfristig Beschäftigte sind ebenfalls versicherungsfrei.

 

Bei einem „Midi-Job“ liegt das Arbeitsentgelt zwischen 400,01 Euro und 800,00 Euro. „Midi-Jobber“ sind (voll) sozialversicherungspflichtig beschäftigt, egal ob das monatliche Entgelt durchgehend oder nur zeitweise in der Gleitzone liegt. In dieser Gleitzone steigt – bei gleichzeitigem Leistungsanspruch in der Sozialversicherung – der Arbeitnehmerbeitrag von 4 Prozent linear auf den hälftigen Beitrag an. Der Arbeitgeber hat immer den vollen Anteil zu entrichten. Zu beachten ist, dass die Abrechnung bzw. Meldung als Midi-Job nicht automatisch durch die Sozialversicherungsträger erfolgt, sondern vom Arbeitgeber bereits bei der Lohnabrechnung erfolgen muss.

 

Daten und weitergehende Informationen zum Thema sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte finden Sie im Internetangebot der Statistik der BA im Glossar

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/grundlagen/glossare/

 

unter den detaillierten Informationen

 

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/detail/b.html

 

 

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8. Veröffentlichungstermine

 

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit stellt die aktuellen Arbeitsmarkt- und Grundsicherungsstatistiken für alle Länder, Kreise und Agenturen am Tag der Veröffentlichung um 10.00 Uhr im Internet zur Verfügung.

 

Der nächste Veröffentlichungstermin ist der 29.07.2010.

 

Weitere Veröffentlichungstermine finden Sie im Internet: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000000/html/start/kalend.shtml

 

 

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WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:

 

- Homepage der Statistik der Bundesagentur für Arbeit:

  http://statistik.arbeitsagentur.de

- Statistiken zu div. Arbeits- und Ausbildungsmarktthemen zum Download:

  http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/detail/a.html

- Homepage der Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit:

  http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/index.shtml